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Zuweilen tut sich dort eine Tür auf
… (01. Januar 2020)

… und wenn auch nur einen winzigen Spalt breit, wo etwas Großes weggebrochen ist. Ein Baumtor – zu erwandern rings um den Grabauer See in der Nähe von Kloster Nütschau – ein Bild für unsere Zeit.

Baumtor Grabauer SeeFür viele ist im letzten Jahr etwas weggebrochen in ihrem Leben. Die Wunden sind noch nicht so weit vernarbt oder gar verheilt, als dass sie sich zu einem Tor gewandelt hätten. Doch vielleicht hat sich in ihnen bereits ein Spalt gezeigt, der den Blick ins Innere ahnen lässt. Tief im Inneren ist die Kraft zu finden, die das Leben immerfort erneuert. Diese Kraft nennen Christen den lebenschaffenden Geist der Liebe, des Trostes und des Erbarmens. Mögen wir Zugang finden zu unserem Inneren, zu unserer Herzmitte, um voller Vertrauen und Zuversicht das Leben wiederaufzunehmen. Vielleicht bildet sich dann nach Jahren an den Bruchstellen unseres Lebens ein Tor, durch das wir und andere ein- und ausgehen können – etwas versöhnter, etwas getrösteter, etwas geheilter als wir es heute noch sind. 

Wenn wir dann innehalten und lauschen, werden wir die Stimme des Herrn vernehmen, der spricht: „Siehe, ich stehe vor der Tür und klopfe an. Wenn einer meine Stimme hört und die Tür öffnet, bei dem werde ich eintreten und Mahl mit ihm halten und er mit mir.“
(Off 3,20) 

 

Allen ein gesegnetes und hoffentlich gesundes neues Jahr 2021 

Ihr 

Pater Philipp Görtz SJ

 

  



Neujahrssegen 

 

Gesegnet sei dein zurückliegendes Jahr 
mit all dem, was du darin gelebt, 
geliebt und durchlitten hast. 

 

Gesegnet sei dein neues Jahr, 
die Wege, die du beschreitest, 
die Menschen, denen du begegnest, 
die Arbeit, die tu tust, 
die freie Zeit, an der du dich erfreust. 

 

Gesegnet seien deine Angst und dein Mut, 
deine Hoffnung und deine Enttäuschung, 
deine Sehnsucht und Erfüllung. 
Gesegnet seiest du durch die Gegenwart Gottes, 
der dich liebend hält und trägt.